Im Calw Journal vom 07.02.2025

Windkraft
Die Calwer Gemeinderäte, die der Stadt Wildberg und der Gemeinde Gechingen, werden gemeinsam das Thema Windkraft angehen und planen. Im Entwurf des Teilregionalplans „Windenergie“ sind zwei Flächen westlich und östlich des Industriegebietes Lindenrain sowie eine Fläche auf Wildberger Gemarkung enthalten, die als sogenannte Vorranggebiete und Windrad-Standorte in Frage kommen. Eine interkommunale Zusammenarbeit von Calw, Wildberg und Gechingen ist also möglich und sinnvoll.
Gemäß der Neufassung des § 245 Baugesetzbuch (BauGB) setzen sich Regionalpläne mit Vorranggebieten für die Windenergienutzung bereits im Entwurfsstadium gegen wirksame Flächennutzungspläne (FNP) zur räumlichen Steuerung der Windenergienutzung durch. Hier können Windkraftanlagen nicht verhindert werden, weshalb die Stadt selbst aktiv werden möchte, um profitieren und den Prozess zu steuern. Der Entwurfsbeschluss ist weiterhin für September 2025 vorgesehen.
Im weiteren Interessenbekundungsverfahren (IBV) sollen in einem ersten Schritt mögliche Vergabemodalitäten und die Betriebsmodelle geklärt werden. Bei dem IBV handelt es sich nicht um ein klassisches, förmliches Vergabeverfahren, da die Kommunen bei der Verpachtung von Grundstücken vergaberechtlich freigestellt sind. Das IBV ist öffentlich bekannt zu machen. In der zweiten Phase des IBV werden die eingegangenen Bewerbungen vergleichend gegenübergestellt und anhand eines Kriterienkatalogs bewertet. Die aus Sicht der Verwaltungen am besten geeigneten Investoren/Projektierer zur Errichtung von Windkraftanlagen sollen im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit den Gemeinderäten der Großen Kreisstadt Calw, der Stadt Wildberg sowie der Gemeinde Gechingen zur Auswahl vorgestellt werden. Nach dem Vergabebeschluss durch die Gemeinderäte erfolgt eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung und die Einleitung der ersten Planungsschritte durch die ausgewählte Investorengruppe
