Frankreichs günstiger Atomstrom gilt in vielen Debatten als Vorbild – dabei zeigen aktuelle Entwicklungen, dass dieses Narrativ längst von einer bedrohlichen Realität überholt wird. Die politisch gedeckelten Preise verschleiern die enormen Kosten des Atomstroms, die letztlich in einem gigantischen Schuldenberg enden: Milliarden-Belastungen durch staatliche Subventionen, explodierende Baukosten – etwa beim AKW Flamanville –, extrem steigende Strompreise und immer neue Rekordschulden beim Energieversorger EDF sind die Kehrseite des französischen Atommärchens.
Lesetipp: Fakten, Hintergründe, Warnungen
- Warum Frankreich durch die Atompolitik in eine Schuldenkrise schlittert und was das für die gesamte EU bedeutet.
- Wie Strompreise und Staatshaushalt durch das Schuldenmonster Atomenergie weiter unter Druck geraten.
- Welche Warnungen Experten und der französische Rechnungshof aussprechen – und warum sie ignoriert werden.
Zum Autor:
Der Beitrag stammt von Hans-Josef Fell, Präsident der renommierten Energy Watch Group und international gefragter Energieexperte. Fell war von 1998 bis 2013 Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen und ist Mit-Autor des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000, das weltweit als wegweisend gilt. Sein jahrzehntelanges Engagement für eine nachhaltige und kosteneffiziente Energiepolitik spiegelt sich in jeder Zeile dieses Artikels wider.
Wer wissen möchte, wie Atomkraft und Staatsverschuldung zusammenhängen und welche Risiken sich daraus für die Zukunft Europas ergeben, sollte diesen Artikel unbedingt lesen:
