Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald
Aktuelle klima- und forstwissenschaftliche Erkenntnisse zeigen eindeutig, dass sich die Wälder in Baden-Württemberg in den kommenden Jahrzehnten tiefgreifend verändern werden.

Der Klimawandel bedeutet
- Fortschreitender Temperaturanstieg
- Zunahme von Extremereignissen
- Trockenperioden
- Hitze
- Starkregen
- Borkenkäferbefall
Der fortschreitende Temperaturanstieg setzt die Wälder erheblich unter Stress. Wälder reagieren aufgrund ihrer langen Entwicklungs- und Umtriebszeiten von etwa 80 bis über 200 Jahren nur sehr langsam auf veränderte Umweltbedingungen.
Artenschutz und Klimaschutz im Zusammenhang

Abwägung lokaler Eingriffe
Im Rahmen der Energiewende sind Eingriffe in einzelne Waldflächen nicht grundsätzlich auszuschließen.

Die mögliche Einsparung von CO2 durch Windkraftanlagen ist bei der gleichen Betrachtung der Fläche von 0,5 ha um ein tausendfaches höher. Der Verlust kleiner Waldflächen steht dabei in keinem Verhältnis des Nutzens.
Baumarten und zukünftige Waldentwicklung
Die von der Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) erstellten Baumarteneignungskarten für die wichtigsten heimischen Baumarten verdeutlichen die zu künftigen Risiken bei ungebremstem Klimawandel.
Die Ergebnisse zeigen:
- Die Fichte verliert in weiten Teilen ihre Anbaueignung
- Auch Buche und Tanne werden großflächig zurückgedrängt
- Selbst vergleichsweise klimaresiliente Baumarten wie die Eiche geraten zunehmend unter Standortstress
Diese Entwicklungen gefährden die Stabilität der Wälder, ihre Funktion als Lebensraum für zahlreiche Arten sowie ihre zentrale Rolle im Klimaschutz, im Wasser haushalt und im Bodenschutz.

