Zusammenfassung des Artikels von Uwe Priesterbach im Schwarzwälder Bote vom 05.05.2025 13:26 Uhr
Der Wildberger Gemeinderat hat der interkommunalen Zusammenarbeit und der Entwicklung des Windparks „Lindenrain“ zugestimmt, wobei die wirtschaftlichen, ökologischen und gesetzlichen Aspekte überzeugten.
Mit Blick auf kritische Stimmen zum notwendigen Eingriff in die Landschaft machte Walter Baur darauf aufmerksam, dass andernorts „für den Kohlestrom ganze Dörfer weggebaggert werden mussten.“
Zusammenfassung:
- Der Gemeinderat Wildberg befürwortet die Entwicklung eines Windparks gemeinsam mit Calw und Gechingen.
- Bürgermeister Ulrich Bünger wurde beauftragt, notwendige Verträge abzuschließen.
- Die Firma Alterric, die bereits Windprojekte in Baden-Württemberg verwirklichte, wurde als Projektpartner ausgewählt.
- Geplant sind 5 bis 8 Windenergieanlagen, abhängig von Gutachten und Rahmenbedingungen; die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen.
- Bei sieben Anlagen wird eine Versorgung von bis zu 21.500 Haushalten erwartet und eine CO₂-Einsparung von bis zu 8.500 Tonnen jährlich.
- Bürgerbeteiligung und faire Einnahmen für den städtischen Haushalt werden hervorgehoben.
Entscheidende Argumente für die Zustimmung des Gemeinderats:
Gesetzliche Vorgaben und Vorranggebiete
- Es gibt eine landesweite Vorgabe, 1,8 Prozent der Landesfläche als Vorranggebiete für Windenergie auszuweisen, die vorrangig genutzt werden sollen.
Wirtschaftliche Vorteile
- Die Verpachtung der kommunalen Flächen generiert für Wildberg langfristige, stabile Einnahmen, die für örtliche Infrastruktur und kommunale Aufgaben verwendet werden können.
- Die Pachteinnahmen kommen allen Wildberger Bürgern zugute.
Positive Umwelt- und Energieeffekte
- Erhebliche CO₂-Einsparungen (bis zu 8.500 Tonnen/Jahr) durch den lokal erzeugten grünen Strom.
- Versorgung von über 21.000 Haushalten mit erneuerbarer Energie.
- Der Eingriff in die Landschaft wird als deutlich geringer bewertet als bei anderen Energieformen wie Braunkohle, wodurch der Flächenverbrauch als sehr moderat gilt.
Beteiligung und Akzeptanz der Bürgerschaft
- Möglichkeit zur aktiven Mitwirkung und Beteiligung der Bürger, zum Beispiel an Erträgen oder als Anteilseigner, wird explizit als Ziel verfolgt.
- Ziel ist ein bürgernahes, akzeptiertes Projekt mit konkreten Partizipationsmodellen.
Günstige Standortbedingungen
- Der Standort wird als geeignet und konfliktarm angesehen.
- Die Nutzung der Flächen für Windkraft wurde von lokalen Ortschaftsräten mitgetragen.
Fraktionsübergreifende Zustimmung
- Sowohl CDU als auch Grüne unterstützen das Projekt aus wirtschaftlichen, rechtlichen und Umweltgründen.
Wildberg nutzt damit die Chance einer klimafreundlichen, wirtschaftlich sinnvollen und gesetzlich unterstützten Energiepolitik.
