ChatBots im Praxistest: Was kann KI für Bürgerinitiativen leisten?
Dienstag 28.10.2025 Gechingen Genau das fragten sich die Faktencheckerinnen und Faktenchecker unserer Bürgerinitiative, als sie sich mit dem KI-Experten Holger Steinböhmer trafen. Unsere Erfahrungen aus dem BI-Workshop.
KI im Praxistest: Recherchetipps für Bürgerinitiativen
Zeit sparen und bessere Fakten finden – viele Bürgerinitiativen wünschen sich genau das für ihre Arbeit. Moderne KI-ChatBots wie ChatGPT, Copilot oder Perplexity können dabei echte Unterstützung bieten, aber es gilt, den richtigen Umgang zu lernen.

Tipps für gute KI-Recherche:
- Rolle klar definieren: Weise der KI im Prompt eine Aufgabe zu, z. B. „Du bist eine Reiseagentur…“ für eine Tagesplanung.
- Konkrete Fragen stellen: Je präziser die Anfrage, desto besser das Ergebnis.
- Kontext mitgeben: Erläutere, worum es geht, damit die KI nicht rät.
- Rückfragen zulassen: Bitte die KI, Unklares nachzufragen.
- Schrittweise vorgehen: Lasse dir komplexe Antworten in Einzelschritten liefern, um besser nachzuvollziehen, wie die KI vorgeht.
- Quellen prüfen: Die KI nennt oft Quellen, doch diese sollten immer kontrolliert werden – insbesondere bei strittigen Themen wie Windkraft oder Energiepolitik.
- Mehrere ChatBots testen: Die Ergebnisse unterscheiden sich. Vor allem Perplexity überzeugt oft bei Quellenangaben, braucht manchmal aber ergänzende Hinweise.
Vorsicht Falle:
Die KI übernimmt problemlos jede vorgegebene Rolle – auch politische Sichtweisen. Ergebnisse wirken schnell überzeugend, sind aber nicht immer neutral oder vollständig. Kritisches Nachprüfen und Plausibilitäts-Checks bleiben auch mit KI unverzichtbar.
Fazit:
Künstliche Intelligenz kann die Recherche erleichtern und helfen, Gegenargumente fundiert vorzubereiten – vorausgesetzt, sie wird bewusst und kritisch genutzt. Wer diese Regeln beherzigt, verschafft seiner Initiative einen echten Wissensvorsprung.
